Ein moderner Auftritt, digitale Tools und viel Herzblut

Eine bearbeitete Fassung dieses Artikels erschien in der Die junge Zahnmedizin, Ausgabe 04/2025, zusammen mit der untenstehenden Anzeige.

Das Erfolgsrezept von zwei jungen Kieferorthopäden in Euskirchen: ein moderner Auftritt, digitale Tools und viel Herzblut
„Wir behandeln in der Kieferorthopädie vor allem kleine Menschen, nicht Krankheiten!“

Obwohl sie einen schwierigen Start hatten, läuft ihre Praxis nach gut vier Jahren bereits so gut, dass sie demnächst eine zweite aufmachen werden: Im April 2021 haben Dr. Julia Rang und Dr. Tobias Klur ihre kieferorthopädische Gemeinschaftspraxis in der Euskirchener Innenstadt eröffnet; im Juli kam das Hochwasser und die Patienten blieben zunächst aus. Mit viel Empathie und Enthusiasmus, modernen digitalen Tools und einem märchenhaften Auftritt haben sie es geschafft, sich im Rheinland einen guten Namen zu machen und getreu ihrem Motto „für jedes Gebiss die passende Lösung“ zu finden. Mit der zweiten Praxis kommen sie ihren Patienten nun noch mehr entgegen.

„Wenige Monate nachdem wir mit unserer Praxis in Euskirchen gestartet waren, kam die Flut. Wir sind zum Glück in der 1. Etage, aber die Kellerräume waren vollgelaufen und die dort gelagerten Diagnostikmodelle der Vorgängerpraxis aus den vergangenen zehn Jahren waren weg“, erklärt Dr. Rang die Anfangsphase ihrer Selbstständigkeit. Mit dem gesamten Team haben sie dem Vermieter geholfen, den Keller auszuräumen und auszupumpen. Auch wenn sie nur ein paar Tage schließen mussten, war an einen normalen Praxisbetrieb lange Zeit nicht zu denken. Ihr Kollege Dr. Klur: „Unsere Patienten hatten in der Zeit nach dem Hochwasser anderes zu tun, als zum Kieferorthopäden zu gehen – zumal wir auch noch in der damals überfluteten Innenstadt sind. Wir hatten am Anfang also nicht den Zulauf, den wir erwartet und erhofft hatten.“

Zum Schmunzeln: märchenhafter Imagefilm begeistert Patienten
Kennengelernt haben sich die beiden während ihres klinischen KFO-Jahrs an der Uniklinik in Köln. Schnell war klar, dass sie sich gemeinsam selbstständig machen wollten; und schnell hatten sie auch geeignete Räumlichkeiten gefunden: Sie übernahmen die Praxis, in der die gebürtige Bonnerin ihre Weiterbildung absolviert hatte. Da sie zu klein für zwei Behandler gewesen wäre, haben sie sie modernisiert und auf fünf Behandlungsräume erweitert. Im April 2021 ging es dann los.
Als noch recht junge Fachzahnärzte wollten sie am Anfang nicht nur mit der Zeit gehen, sondern auch authentisch bleiben. Also investierten sie in modernes Marketing und ein digitales Patientenmanagement. Dr. Klur: „Wir nutzen digitale Technologien und Software für eine effiziente Verwaltung von Patienteninformationen und Prozessen, aber auch für mehr Service für unsere Patienten – von der digitalen Terminvergabe und Dokumentenverwaltung über Online-Bewertungsportale und digitale Anamnesebögen bis zur elektronischen Führung der Patientenakte.“ Auch werden in der Euskirchener Praxis, in der aktuell etwa 20 Prozent Erwachsene und 80 Prozent Kinder und Jugendliche kieferorthopädisch versorgt werden, keine klassischen, sondern nur noch digitale Abdrücke gemacht, was sowohl die kleinen als auch die großen Patienten sehr zu schätzen wissen.

Seine Kollegin ergänzt: „Auch eine optisch ansprechende, benutzerfreundliche Website sowie aktuelle Posts und Reels in den Sozialen Medien sind für eine moderne KFO-Praxis heute unabdingbar – sowohl für die Patientengewinnung und -bindung als auch für mehr Wettbewerbsvorteil und weniger Kommunikationsaufwand.“

Für ihren neuen Internetauftritt haben sie sich im Vorfeld gefragt, wie sich ihr Credo „Wir haben für jedes Gebiss die passende Lösung“ visuell am besten umsetzen lässt. Kieferorthopäde Dr. Klur: „Wir wollten keinen langweiligen Imagefilm, sondern etwas Authentisches, Lebhaftes mit Humor. Die Patienten sollten durchaus schmunzeln.“ Herausgekommen ist ein märchenhaftes Video, das eine befreundete Regisseurin für sie gemacht hat, in dem Fabel- und Tierwesen sowie Märchenfiguren (u.a. ein Vampir mit fester Zahnspange, Schneewittchen mit Brackets und Rotkäppchen mit Headgear) eine Rolle spielen. „Dass der Film so cool werden würde, hatten wir uns nicht vorgestellt“, gibt Dr. Rang zu, „wir hatten anfänglich eher Sorge, dass wir unseriös rüberkommen könnten; aber das Feedback unserer Patienten war und ist nach wie vor großartig – ein voller Erfolg!“

 

 

„Wir versuchen stets, alles irgendwie möglich zu machen“
Neben dem digitalen Patientenmanagement und dem modernen Auftritt schätzen die Patienten vor allem die persönliche Ansprache und Betreuung durch das gesamte KFO-Team: „Service und Freundlichkeit sind uns extrem wichtig! Wir versuchen stets, alles irgendwie möglich und transparent für unsere Patienten zu machen“, so der Kieferorthopäde und Spezialist für Funktionsdiagnostik und -therapie aus Köln. So entwickeln die Fachzahnärzte für jeden Patienten einen eigenen Fahrplan und erklären ihm ganz genau, warum wann was umgesetzt werden soll. Dr. Rang: „Bevor wir mit der Therapie starten, führen wie ein ausführliches Beratungsgespräch. Wir nehmen uns hierfür sehr viel Zeit, besonders für die Kinder. Sie sollen bei uns das Gefühl haben, dass sie ernst genommen werden und dass nichts über ihre Köpfe hinweg entschieden wird.“

Ohne Empathie, Geduld und ein gewisses Verständnis für die unterschiedlichen Charaktere von Kindern komme man da nicht weit – ob das der Achtjährige sei, der erst einmal über sein gestriges Fußballturnier reden möchte, oder die schüchterne Zehnjährige, die Zeit braucht, um sich zu öffnen, so die Kieferorthopädin, und sie fügt hinzu: „Wir behandeln in der KFO vor allem kleine Menschen, nicht Krankheiten.“
Um ihren Patienten buchstäblich noch näher zu kommen, werden sie in Kürze eine zweite Praxis in Mechernich aufmachen. Dr. Klur erläutert: „Wir haben in Euskirchen kaum noch Kapazitäten, besonders nachmittags ist unsere Praxis bedingt durch unsere jüngeren Patienten brechend voll.“ Auch sei die KFO-Versorgung in Richtung Eifel und belgische Grenze nicht so gut gegeben, sodass viele ihrer Patienten zum Teil bis zu eineinhalb Stunden für eine Sitzung fahren würden.

Chic von außen und innen: moderne Website und Behandlungsstühle
Zu einem modernen Auftritt gehört für die beiden außer einer zeitgemäßen Außendarstellung auch eine ansprechende Inneneinrichtung mit einer schicken Behandlungseinheit. Hier haben sie sich nicht, wie viele ihrer Kollegen, für einen speziell auf die KFO ausgerichteten Stuhl entschieden, sondern für ein „schönes Modell mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis“. Dr. Klur: „Als Kieferorthopäden brauchen wir keine High-Class-Stühle, wir wollten vor allem ein elegantes Design, eine zuverlässig Technik und optimale Arbeitsbedingungen. Überzeugt hat uns damals Heka Dental.“
Warum gerade diese Stühle? Die Antwort der Fachzahnärzte: „Die dänischen Einheiten UnicLine S sind funktionell gut durchdacht. Der Instrumententisch und die Konsolenoberfläche sind zum Beispiel aus gehärtetem Glas, was nicht nur optisch gut aussieht, sondern auch leicht und hygienisch zu reinigen ist.“ Zudem sei der Sitz- und Behandlungskomfort für die Patienten jederzeit gegeben, denn die Stühle seien dank ihres schlanken Formats und der Tempur-Polsterung nicht nur für die Erwachsenen „sehr, sehr bequem“, sondern auch für die Kinder, die in ihnen nicht versinken würden.

Und da es in einer KFO-Praxis aufgrund von mangelndem Personal beziehungswiese Stoß- und Urlaubszeiten immer wichtiger werde, auch ohne Assistenz auszukommen, freuen sich die beiden, dass sie an den Heka-Einheiten gut allein arbeiten können. „Je schmaler und näher die Einheit um den Patienten herum gebaut ist und je weniger Platz sie in Anspruch nimmt, desto besser kann ich beidhändig behandeln“, sagt Dr. Rang.
Ihr Fazit: „Alles in allem bietet uns UnicLine S ein supergutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Einheiten: Vom Preis her liegt der Stuhl im unteren Drittel, von der funktionellen Seite dafür ganz weit oben. Hinzu kommt die hohe Service-Mentalität des Herstellers, denn bei Heka wird sich gekümmert, sofort und persönlich. So fiel es uns nicht schwer, das Nachfolgemodell UnicLine S+ direkt für unsere zweite Praxis zu bestellen.“

Das GKV-Stabilisierungsgesetz ist in der KFO-Praxis nicht umsetzbar
Dass ihnen die Kieferorthopädie Spaß macht, dass sieht man den beiden Fachzahnärzten an; sie behandeln und begleiten ihre Patienten mit viel Herzblut und erleben dabei, wie sie von kleinen Kindern zu jungen Erwachsenen und von Sitzung zu Sitzung aufgeweckter und selbstbewusster werden. Was ihnen aktuell keinen Spaß macht, sind die Budgetierungen in der KFO. Dr. Klur: „Wir können nicht mehr das erfüllen, was fachlich sinnvoll ist. Hier muss dringend ein Umdenken stattfinden! Nicht alle Eltern haben das Geld, ihrem Kind eine ausreichende fachzahnärztliche Versorgung zu ermöglichen. Es kann nicht sein, dass wir den Bogenwechsel nur einmal im Quartal machen können, weil die Kassen die Leistung nur alle drei Monate übernehmen.“ Auch für seine Kollegin sind die Begrenzungen nicht realistisch: „Für uns ist es wirklich schwierig, sie umzusetzen – nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht; denn auch wir müssen Strom und Personal bezahlen. Wir sind sehr gespannt auf die neue GOZ-Novellierung.“